Postproduktion

Was ist das Postproduktion?

Unter dem Begriff Postproduktion (eng. post-production) versteht man alle Schritte, die nach dem Dreh, zur Fertigstellung des Filmes nötig sind. Primär besteht die Postproduktion aus dem Editing (Schnitt – Der die meiste Zeit in Anspruch nimmt), aber auch die digitale Nachbearbeitung der Bilder, für die passende Stimmung, oder die richtige Tonmischung entstehen hier.

Am Anfang jedes Projekts heißt es für den Cutter, die einzelnen Video und Audioschnipsel zu organisieren und strukturiert das Projekt an zu legen. Je nach größe der Produkton bedeutet dies manchmal mehr und manchmal weniger Arbeit. Arbeitet man zum Beispiel an einer szenischen Produktion, so ist es üblich, dass Tonspuren mit einem seperaten Audiorecorder aufgezeichnet werden. Nun muss der Cutter Audio und Video miteinander synchronisieren. So etwas kann mitunter Tage dauern und ist eine super Übung für Assistenten.

Ist nun alles angelegt, beginnt die eigentliche Postproduktion. Es heißt sichten!

Der Cutter kann also einen Kaffee aufsetzen und Däumchen drehen, während er sich vom Rohmaterial berieseln lässt? Ganz so einfach ist es nicht. Während das Material läuft müssen die besten Bilder für den späteren Schnitt markiert und technisch geprüft werden. Hierbei gilt es zu beachten, dass die meisten Sendeanstalten technische Richtlinien haben, die in jedem Fall eingehalten werden müssen. Tut man dies nicht, riskiert man eine Ablehnung durch den Sender. Natürlich spielten diese Richtlinien ihre Hauptrolle am Ende der Produktion wenn die Finalen Formate ausgegeben werden. Es gibt jedoch immer wieder einzelne Einstellungen die ungeignet für den Sendeablauf eines Fernsehsenders sind und von vornherein aussortiert werden können. Für Internetvideos gibt es keine besonderen Messrichtlinien. Man sollte nur darauf achten was die jeweiligen Plattformen (Youtube, Vimeo, etc.) am liebsten als Codec und Containerformat haben um sich unnötiges Umgerechne und böse Überraschungen zu ersparen.

Es ist Zeit das Rohmaterial in ein Geschichte zu verwandel. Nun beginnt der schöpferische Vorgang für den Filmeditor. Es gilt das Rohmaterial in eine für den Zuschauer verständliche Erzählstruktur zu verwandeln. Grundsätzlich arbeitet der Editor natürlich nach den Angaben von Regie, Redakteuren oder Kunden, ist aber durch sein kreatives Handwerk maßgeblich am Gesamteindruck des Endprodukts beteiligt.

Je nach Produktionsanspruch geht der Film dann zum Coloristen oder wird vom Cutter im Schnittsystem gegraded.